Motto der Erstkommunion 2017

 

„Gottes Nähe spüren. Mit Jesus in einem Boot“ – das ist das Leitwort unserer Erstkommunionaktion 2017. Mit der Geschichte von der „Stillung des Seesturms“ (Markus 4,35-41) möchten wir in diesem Jahr besonders Überwindung der Angst, Zeichen der Hoffnung, Zuversicht, Helfen und Teilen, sowie die Freundschaft mit Jesus Christus und seine unüberbietbare Nähe im Sakrament der Eucharistie thematisieren.[1]

 

[1] Gottes Nähe spüren. Mit Jesus in einem Boot. Erstkommunion 2017. Das Begleitheft. Seite 3.

Bildbetrachtung

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Wir sehen ein Bild zu einer spannenden Geschichte. Von links nach rechts können wir es lesen. Ein gewaltiger Sturm tobt und bringt die Menschen in dem Boot in Gefahr. Meterhoch türmen sich die Wellen, von allen Seiten sind die Freunde Jesu bedrängt. Was tun sie in der Not? Einer hebt verzweifelt die Arme zum Himmel, einer guckt fragend. Zwei rudern mit aller Kraft, zwei schauen und zeigen voll Hoffnung auf Jesus im weißen Gewand. Erst hat er ruhig geschlafen. Als er geweckt wird, wundert er sich über die Freunde. „Warum habt ihr solche Angst, warum habt ihr kein Vertrauen, warum glaubt ihr nicht, dass ihr gerettet werdet? Solange ich bei euch bin, ist doch Gott selber da!“ Und Jesus befiehlt dem Sturm und dem Wasser, still zu werden. So geschieht es. Die dunklen Wolken werden vertrieben und das Licht und eine Taube am Himmel sichtbar. Nun staunen die Jünger. So etwas haben sie noch nie erlebt. Sie bleiben mit Jesus in einem Boot.

 

Die Geschichte von der Sturmstillung erzählen die Menschen nach Jesu Tod und Auferstehung. Es ist eine Geschichte gegen die Angst in schwerer Zeit, für damals und für heute. Jesus war gestorben, doch er ist auferstanden. Er ist nicht zurückgekehrt ins Leben. Aber die Freunde erfahren: Jesus ist anders weiter bei uns – näher, als wir uns selbst sind. Das feiern sie im gemeinsamen Mahl, so wie Jesus oft mit ihnen gegessen hat. Da hat Jesus ihnen das Brot gegeben und gesagt: Das ist mein Leib – das bin ich selbst. Immer, wenn ihr in meinem Namen zusammen seid, gemeinsam feiert und esst, bin ich mitten unter euch und tief in euch. Dann könnt ihr Gottes Nähe spüren. – Das ist wirklich ein Wunder!

 

Das Bild stellt dem Betrachter die Frage: Wo bist du auf diesem Bild? In welchem der Freunde Jesu findest du dich am besten wieder? Im Erschrockenen, im Skeptischen, in den Tatkräftigen, im Erwartungsvollen oder im Begeisterten? Eine intensive Form der Auseinandersetzung eröffnet das Hineinmalen der eigenen Person in das Bild oder eine Neugestaltung des Bildes mit folgenden Fragen: Welche Stürme im Leben erleben wir? Welche Ereignisse bedrängen uns und machen uns Angst? Welche Fragen stellen wir dann, worauf hoffen wir dann, was glauben wir dann?[1]

 

 

Barmherzigkeit

 

Das Pontifikat von Papst Franziskus wird durch einen Begriff besonders geprägt: Barmherzigkeit. Es ist ein Grundbegriff des Evangeliums. Er beschreibt Gottes Handeln gegenüber uns Menschen und überhaupt gegenüber seiner Schöpfung. Die Liebe Gottes ist sichtbar und greifbar. Wir müssen keine Angst vor den Stürmen des Lebens haben, weil Gottes Barmherzigkeit in Jesus Christus für alle Zeit sichtbar geworden ist. Seine Barmherzigkeit regiert selbst die Naturgewalten. Sie nimmt uns den Ungeist unserer Angst und schenkt uns den Geist der Liebe und Zuversicht. Nur so kann Glaubensbegeisterung in unserer Kirche und gerade bei den Kindern und Jugendlichen wachsen![2]

 

[1] Gottes Nähe spüren. Mit Jesus in einem Boot. Erstkommunion 2017. Das Begleitheft. Seite 6.

[2] Gottes Nähe spüren. Mit Jesus in einem Boot. Erstkommunion 2017. Das Begleitheft. Seite 3.