Unter diesem Motto haben sich 19 Interessierte aus dem Pastoralverbund Hüttental Freudenberg und zwei anderen PVs des Dekanates zu einem Kurswochenende in St. Marien, Wenscht getroffen.

Unter der Leitung von Daniela Kleber und Ralf Becker ging es darum, im Rahmen des Modellprojektes Lokale Kirchenentwicklung zu erfahren, wie das neue Zukunftsbild im Hinblick auf die Liturgie umgesetzt werden kann.
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Schon der erste Abend ließ erkennen, dass dieses Seminar alles andere als trockene Materie bieten würde. Mit einem sehr lebendigen Austausch über eigene liturgische Erfahrungen kamen die Teilnehmer bei einem Imbiss lebhaft ins Gespräch. Bilder ganz unterschiedlicher Türen halfen dabei, die persönliche Sicht auf Gemeinde und Kirche in ein Bild zu bringen. Die notierten Gedanken der Teilnehmer zu jedem Bild wurden mit hinein genommen in eine liturgische Feier, die diesen ersten Seminarteil beschloss.

Der Samstag stand ganz im Zeichen praktischer Arbeit. Zunächst wurden Werkzeuge vorgestellt, mit deren Hilfe liturgische Feiern für Gruppen gestaltet werden können. Allen Werkzeugen gemeinsam ist das Bibel teilen. Schrifttexte werden gemeinsam wiederholt laut gelesen, einzelne Sätze, die mich persönlich ansprechen, wiederholend ausgesprochen. Jede der Arbeitsgruppen berichtete, wie wertvoll dieses gemeinsame Teilen des Bibeltextes für die Arbeit an der liturgischen Feier war.
Weitere Punkte, die bei der Gestaltung der Liturgischen Feiern Berücksichtigung fanden:
Wie können wir Gottes Gegenwart erfahrbar machen? Wie können wir möglichst viele Mitfeiernde beteiligen? Wie verbinden wir Glaube und Alltag? Wie kann uns Liturgie ins Handeln führen?
Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, in vier Gruppen jeweils eine liturgische Feier auszuarbeiten und auch mit einer anderen Gruppe jeweils zu feiern.
Jede Gruppe berichtete von einem intensiven Austausch, fruchtbarem Arbeiten, konstruktiver Evaluation nach berührenden Feiern. Vier verschiedene Gottesdienstmodelle sind entstanden, die es unbedingt wert sind, in der jeweiligen Zielgruppe im PV gefeiert zu werden.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen einer intensiven Eucharistiefeier, in die die Erfahrungen des Wochenendes einflossen.
Das bewusste Eintreten in den Gottesdienstraum mit der Frage: „Was lasse ich hinter mir?“ beim Durschreiten der Türe und dem Ankommen im Raum mit der Aussicht: „Für was will ich mich öffnen?“ ließ alle Gottesdienstteilnehmer ganz bewusst eintreten in die Feier, die für alle zu einem besonderen Erlebnis wurde. Gott spricht zu uns- auch, vielleicht auch besonders in einer kreativen, lebensspendenden Liturgie, wurde erfahrbar.
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Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dieses Seminar ein sehr wertvoller Baustein im Rahmen der Kirchenentwicklung ist und gaben der Hoffnung Ausdruck, dass solche kreativen Liturgien in unseren Pastoralverbünden umsetzbar sind, dass sie einerseits gestaltet werden können, andererseits aber auch angenommen werden.
„Reich beschenkt und erfüllt“, so der allgemeine Tenor, traten die Teilnehmer am Sonntagmittag ihren jeweiligen Heimweg an.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht auch an dieser Stelle noch einmal an die beiden Referenten Daniela Kleber und Ralf Becker für die gute spirituelle Leitung durch das Seminar und die hervorragenden Rahmenbedingungen. Eine tolle Gestaltung der Räume, sehr gute Versorgung mit Essen und Trinken sorgten für eine gute Atmosphäre, in der sich alle Teilnehmenden sehr wohl gefühlt haben.

(Pia Biehl)