Daniela Kleber aus der Kirchengemeinde St. Joseph, Mitglied im Pastoralverbundsrat und im Team „Lokale Kirchenentwicklung“, wurde zum Diözesanen Forum nach Unna eingeladen. Hier ein persönlicher Bericht:  

Ja, es hat viel Geld gekostet. Ja, man kann darüber streiten, ob die Teilnehmer zu Beginn eine Tasche mit einer aufwendigen Tagungsmappe bekommen müssen oder ob nicht jeder sich auch selbst um Zettel und Stift bemühen kann. UND Ja: es bewegt sich etwas im Erzbistum.

Ca. 500 Menschen, darunter mehr als die Hälfte aus dem großen Schatz der Ehrenamtlichen, durften in Unna dabei sein. Ein bunter Querschnitt durch alle Altersgruppen und Verbände, Institutionen und Einrichtungen.

Über 42 Themen konnten die Menschen ins Gespräch kommen. Dazu gab es 3 Workshop-Phasen und einen großen Marktplatz, an dem Arbeitsgruppen ihre Ideen vorgestellt haben und um Meinungen baten. Passend zum Erntedankwochenende konnten auch die ersten Früchte geerntet werden.

„Wachstumsmöglichkeiten in den Gemeinden“, „Prioritäten und Nachrangigkeiten“, „Liturgische Feierkultur“, „Achtsamkeit“ sind nur einige Themen. Der Erzbischof hat an einem Workshop teilgenommen, der die Frage in den Blick nahm, die Rolle der Frauen in Kirche zu stärken. Denn es ist ihm bewusst, dass dort Veränderung nötig ist.

Er hat zugesagt, zum 1.Advent Richtlinien zu veröffentlichen, die an Orten, in denen keine wöchentliche Eucharistiefeier angeboten werden kann, „Wort-Gottes-Feiern“ mit Kommunionausteilung möglich machen.

Partizipation –Teilhabe

Dieser Begriff kommt immer wieder im Zukunftsbild des Erzbistums vor. Wie verändert der Anspruch „Partizipation“ Wege der Entscheidungsfindung?“

Mit viel Humor und gleichzeitig großer Ernsthaftigkeit diskutierten Männer und Frauen, Hauptamtliche und Laien, Engagierte aus den Gemeinden und Menschen in Führungspositionen. Es ist ein Ringen, um einen guten Weg für die Kirche und es ist die Chance, sich gegenseitig zuzuhören. Die Perspektive des Anderen kennen und verstehen zu lernen.

Sicher, es ist einfacher sich mit Menschen auszutauschen, die offen und bereit sind, sich den Veränderungen zu stellen. Die den Willen und die Begeisterung mitbringen, die Zukunft zu gestalten. Es ist ein Miteinander lernen für die Bistumsleitung, die Hauptamtlichen und die Laien. Und es ist allen im Bewusstsein, dass es vor Ort Gleichgültigkeit und Widerstände gibt.

„Was kann ich schon tun?“;

mag man sich fragen, ohne die Möglichkeit zur Teilnahme und weit weg von Paderborn.

Begleiten Sie diesen Prozess im Gebet. Seien Sie gewiss, dass bei 500 Teilnehmern auch viele Ihrer Wünsche und Hoffnungen benannt wurden.

Ermutigen Sie die Menschen, die mit Einsatz und Freude die Dinge vor Ort anpacken wollen. Geben Sie konstruktive Kritik. Nehmen Sie Ihre Meinung wichtig genug, um gehört zu werden.

 

Kirche ist immer auch das, was Sie daraus machen.

 

Daniela Kleber

 

Die  einzelnen Themen und Ergebnisse unter www.dioezesanes-forum.de