Martinszug im Wenscht:
M e h r Teilnehmer, andere Bläser und Knuth für Gina

Vieles war eigentlich wie immer. Beim 47. Martinszug am 12. November im Wenscht: Die Andacht in St. Marien (diesmal mit Gemeindereferentin Laura Neuhaus und einem Stabpuppenspiel der Kommunionkinder der Albert-Schweitzer-Schule), der große Fackel- und Laternenzug durch die „Gartenstadt“, die besondere Stimmung auf dem Platz vor der bunt angestrahlten Wenschtkirche und dem ev. Gemeindezentrum, das hoch lodernde Martinsfeuer und der Duft von Kinderpunsch und Glühwein, die kurze Ansprache von Pfarrer Dr. Martin Klein, das Motto „Teilen will gelernt sein“, das Sammeln von Spendengeldern für Straßenkinder in Haiti durch einige Konfirmanden, die Ausgabe und das Teilen der 450 Martinswecken, das „Hallo“ und die Gespräche am Getränkestand, die Unterstützung durch die bekannten Sponsoren, das großartige Engagement der vielen Ehrenamtlichen sowie die Hilfe von Feuerwehr und Polizei. Aber es gab beim Martinszug 2017 auch Neues: So war die Beteiligung von Kindern und Erwachsenen noch um einiges größer als sonst. Die kath. Kirche platzte aus allen Nähten. Und draußen warteten noch viele andere auf den eigentlichen Beginn des Martinszuges! Für alles gibt es eine kurze Erklärung: Die Kitas Jasminweg und Ortsmitte hatten in diesem Jahr auf eigene Umzüge verzichtet; es hieß, der bürokratische Aufwand sei einfach zu hoch. Die Verantwortlichen der beiden Kirchengemeinden waren darüber aber nicht traurig. Ganz im Gegenteil! Neu auch dies: Nicht ein paar Musiker des Siegener Blasorchesters hatte man engagiert, sondern etliche Mitglieder der beiden CVJM-Posauenchöre Setzen und Klafeld unter der Leitung von Volker Nöll. Nicht zu unterschätzender Vorteil: Unsere Bläser verzichteten auf jegliches Salär; kleiner Nachteil: Beim Singen während des Zuges gab es keine musikalische Begleitung. Nur während der Andacht, vor der Kirche St. Marien und dann oben beim Martinsfeuer. Ja, und noch etwas war anders als in den letzten Jahren: St. Martin ritt auf einem anderen Pferd. Während die 28-jährige Gina jetzt ihr Gnadenbrot erhält, sprang der sieben Jahre alte Knuth in die Bresche. Und er machte seine Sache sehr gut, obwohl es für ihn eine Premiere war: Sein erster Martinszug, das erste große Feuer! Und so viele Menschen und der mit riesigen Planen verhüllte, etwas bedrohlich aussehende Kirchturm! Dazu Nieselregen und einige Windböen, die die Funken in den dunklen Abendhimmel stieben ließen. Nein, Knuth blieb „ganz cool“; das fanden auch seine Reiterin Alicia Hammer und seine Begleiterin Eva Hodel vom Löwenhof. Zum Dank bekam das große Pony vom Schreiber dieser Zeilen ein Stück Wecken; es schien ihm geschmeckt zu haben, denn Knuth hätte gern noch ein weiteres Leckerli bekommen!

Ihr und euer Peter-Christian Rose