Moksi! – Der gemeinsame weltweite ökumenische Gottesdienst

Der Auftakt zur Vorbereitung vom Weltgebetstag der Frauen (WGT) – dieses Mal wurde der Gottesdienst von Surinam mit dem Thema „Gottes Schöpfung ist sehr gut“ ausgerichtet – begann im Januar 2018 in Freudenberg. Aus sämtlichen Gebieten des Siegerlands (Neunkirchen, Langenholdinghausen, Kreuztal, Wilnsdorf, Eiserfeld, Freudenberg, Geisweid etc.) waren Frauen angereist, um sich über Land und Leute zu informieren aber auch um erste Impulse für die Gottesdienstgestaltung zu bekommen. Frau Berg hatte wieder einiges dafür vorbereitet. Von Beginn an wurde eines sehr schnell deutlich: Surinam ist bunt.

   

Am Donnerstag, den 1. März 2018 dekorierten einige Frauen aus dem Geisweider Team (evangelisch-reformierte Gemeinde Wenscht und Klafeld, St. Marien Wenscht) die evangelisch-reformierte Kirche in der Wenscht mit den Farben der surinamischen Flagge (grün, weiß, rot sowie dem gelben Stern). Die Dekoration wurde mit dem WGT-Symbol und weiteren Symbolen, Früchten usw. aus dem Land Surinam vollendet. Es ist wieder gelungen, den Kirchenraum eindrucksvoll zu gestalten.

  

Das Geisweider-Team traf sich regelmäßig, um den Gottesdienst vorzubereiten. Einige Frauen brachten hierfür Köstlichkeiten aus Surinam mit, sie probierten einige Rezepte aus. Somit wurde jedes Treffen im wahrsten des Sinne des Wortes versüßt.

 

Der Chor sowie die Musiker, der eigens für den WGT zusammengestellt war, hat unter der Leitung von Dominik Kubietziel wieder hervorragende Arbeit geleistet. Während des Gottesdienstes haben sie die BesucherInnen tatkräftig unterstützt, mehr noch, sie haben zu der wunderschönen Atmosphäre beigetragen.

  

Durch den Gottesdienst begleiteten die  evangelische Pfarrerin Frau Schwichow aus der evangelisch-reformierten Gemeinde Klafeld und die katholische Gemeindereferentin Frau Dette-Habscheid aus dem Pfarrverbund Hüttental-Freudenberg.
     Einige Frauen aus dem Team übernahmen Sprecherrollen, die anstelle von surinamischen Frauen aus sämtlichen Gesellschaftsschichten und Ethnien sprachen.

Ein Wort zu den Ethnien: Die surinamische Bevölkerung setzt sich aus unterschiedlichen Ethnien zusammen, was vor allem mit der wechselvollen Historie des Landes zusammenhängt. Die Arawaks und Maroons stammen ursprünglich vom afrikanischen Kontinent, mussten während der Kolonialzeit unter den Holländern Sklavenarbeit leisten, einige Buren (meist Nachfahren der Kolonialisten) leben weiterhin im südamerikanischen Staat, andere Ethnien wie Chinesen, Hindustanis und Javanisten sind aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Situation in ihren Herkunftsländern nach Surinam ausgewandert, eine weitere Gruppe bilden die Kreolen, die meistens sich zusammensetzen aus afrikanischen Vorfahren und Einheimischen. Ähnlich wie die Vielfalt der Ethnien, so auch die Vielfalt der Sprachen. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass es eines der Länder mit einer der höchsten Dichte von Mehrsprachigkeit ist. Die Amtssprache ist Niederländisch. Zudem gibt es etliche Religionen und Konfessionen, die friedlich, wohlgemerkt friedlich!, zusammenleben, stellenweise auch zusammenarbeiten. Man ist geradezu stolz auf die Vielfalt der Religionen und Ethnien, gerne zählt man gegenüber anderen auf, welche Herkunft und Religion in der Familie vertreten ist. Das surinamische Wort „moksi“ bringt es auf den Punkt: es bedeutet „mischmasch“ aber auch „gemeinsam“. In diesem Jahr wurde es für die Ökumenischen Bundeswerkstätten zu einem Schlüsselwort.

Während des Gottesdienstes wurde ein Projekt (unter vielen) des WGT vorgestellt. Das Projekt „Stifte machen Mädchen stark!“ hilft der Umwelt und Flüchtlingen im Libanon. Es wird auf jeden Fall bis Ende diesen Jahres laufen.

Nachdem Gottesdienst wurden alle, die wollten, mit surinamischen Köstlichkeiten versorgt, dank der vielen Frauenhände, die zu Hause geschnibbelt, gekocht und gebacken haben. Dank der evangelisch-reformierten Gemeinde Wenscht, die wieder das Gemeindehaus vortrefflich geschmückt, fleißige Hände Tische und Stühle am Vortrag aufgebaut haben, konnten wir moksi-mäßig, also gemeinsam den Abend ausklingen lassen.

Hier können Sie sich über das Projekt „Stifte machen Mädchen stark!“ informieren.

Und hier können Sie sich über „Mehrsprachigkeit im allgemeinen, in Kinderbüchern im Besonderen“ informieren.