Einen spannenden Vormittag erlebten die Freudenberger Erstkommunionkinder und ihre Familien am Samstag, die Erstkommunionkinder der Hüttentaler Gemeinden und ihre Familien am Samstag Nachmittag.

Tagesthema war „Beten“ und Vikar Jan Kolodziejczyk und Pia Biehl hatten in der St. Marienkirche in Freudenberg und in St. Joseph jeweils einen Gebetsgarten vorbereitet.

Beten – mit Gott sprechen, ins Gespräch kommen. An 13 Stationen wurden verschiedenen Gebetsformen vorgestellt. So gab es z. B. das Rosenkranzgebet zu entdecken (ein Rosenkranz hat übrigens 59 Perlen), das Anzünden einer Kerze als Gebet, das Vaterunser einmal anders gehört, eine gar nicht so lange Litanei gebetet. Die Psalmen als Teil des Stundengebetes, die Frage, wie lang denn ein  Gebet sein muss (das kürzeste Gebet dauerte ca. 10 Sekunden) weckte ebenso das Interesse, wie die Anregungen zu persönlichem und frei formuliertem Gebet. Die Bibel, ein Buch in vielen verschiedenen Ausführungen und eine Fundgrube für ein Gebet, Hausgebete als Gebete durch den Tag, Segensgebete und Segensrituale, Meditation als Gebet zum ruhig werden, singen als eine weitere Form des Gebetes, fröhlich,mit lauter Stimmer und vollem Körpereinsatz. Fürbitten als Gebet für andere, auf Faltblumen notiert, die sich, auf Wasser gelegt, öffnen.
Ein besonderer Moment war die eucharistische Anbetung. Ein stilles Gebet in Gottes Gegenwart vor der Monstranz.  Die Gebete stiegen mit jedem Weihrauchkorn, das auf der glühenden Kohle seinen Duft entfaltete.
Nach dem gemeinsamen Besuch jeder einzelnen Station war Zeit, einzelne Stationen aufzusuchen, in den ausgelegten Büchern zu blättern, eine Gebetsform auszuprobieren, einen Gebetswürfel zu basteln, selber ein Gebet zu formulieren.

An jeder Station gab es eine Anleitung oder Anregung.

Kinder und Eltern machten regen Gebrauch und schauten sich die ein oder andere Station noch einmal an, bastelten Gebetswürfel, schrieben Fürbitten auf Blumen, blätterten in den ausgelegten Büchern, kamen miteinander ins Gespräch, hielten inne vor der Monstranz oder nutzten die Stille des Meditionsraums.
Das Vaterunser wurde in die richtige Reihenfolge gebracht und so mancher Steckbrief eines Heiligen studiert. Das Stundebuch zur Hand genommen, in der  Kinderbibel geblättert und gestaunt, wie ein Buch mit gleichem Inhalt so unterschiedlich aussehen kann.

Den Abschluss des Familientages bildete jeweils ein gemeinsames Essen mit mitgebrachten Speisen.

Ein kleiner Bilderbogen aus beiden Kirchen