Eine gute Delegation aus Freudenberg und dem Pastoralverbund machte sich am Samstag vor dem 3. Fastensonntag auf den Weg nach Paderborn, um an der Diakonenweihe im Dom teilzunehmen.

Matthias Bauer empfängt das Evangelium (Foto: Erzbistum Pb)

Teinehmende Delegation des PV (Foto: privat)

Diakon Matthias Bauer mit Erzbischof Becker (Foto: Erzbistum Pb)

Matthias Bauer aus der Kirchengemeinde St. Marien in Freudenberg wurde gemeinsam mit sieben weiteren Männern durch Erzbischof Hans-Josef Becker zum Diakon geweiht. Herr Bauer wurde 1962 geboren, ist seit 2013 verheiratet und hat ein Kind. Er studierte Pharmazie und ist tätig als Leiter der PTA-Fachschule Siegen.

Herr Bauer gehört von nun an zum Seelsorgeteam des Pastoralverbundes. Sein Amt als Diakon übt er aus, soweit es seine berufliche Tätigkeit zulässt.

In der Kirchengemeinde St. Marien, Freudenberg, engagierte er sich als Lektor und Kommunionhelfer.  Zudem war und ist er in verschiedenen Projekten im Rahmen der jährlich stattfindenden “Woche für das Leben” aktiv, unterstützt die Klinikseelsorge im Kreisklinikum Siegen und die Angebote der “Eremitage Franziskus” im ehemaligen Klarissenkloster auf dem Rödgen. Auch für die Mithilfe bei der Trauerbegleitung rund um die Kolumbariumskirche Heilig-Kreuz wird er eingesetzt und ist bereits Mitglied im Kolumbariumsausschuss.

Bei Gottesdiensten in den Gemeinden unseres Pastoralverbundes wird er gelegentlich predigen, bei Trauungen assistieren, Beerdigungen leiten und Taufen vornehmen.

Die Gemeinden des Pastoralverbundes sind zur ersten Messe eingeladen, in der Matthias Bauer als Diakon mitwirkt.
Sie findet statt am Sonntag, 31. März, um 9.45 Uhr in der Pfarrkirche
St. Marien / Freudenberg.
Anschließend haben die Gläubigen bei einem Empfang die Möglichkeit,
dem neuen Diakon Glückwünsche auszusprechen.

Text: Dechant Köhle

Stichwort: Diakon

Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort diakonos ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Ein Diakon ist gesandt zur besonderen Nachfolge Christi. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben beschränken sich aber nicht auf den Gottesdienst (leiturgia – Liturgie), vielmehr umfassen sie auch die Verkündigung (martyria – Zeugnis) und den „Dienst am Nächsten“ (diakonia – Diakonie / Caritas) und damit alle drei Grundvollzüge der Kirche. Für einen Diakon ist der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er ist insbesondere dazu aufgerufen, zu den Armen und Kranken, den „Menschen am Rande“ zu gehen. Die von einem Bischof gespendete sakramentale Weihe zum Diakon ist ein Element des dreigliedrigen Weihesakraments (Diakon – Priester – Bischof), dadurch ist der Diakon in die Gemeinschaft der Geistlichen, den Klerus, eingegliedert.

Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie können das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden. Die Feier der Eucharistie bleibt den Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Bußsakramentes.

Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als Ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen bürgerlichen Beruf aus. Wer ein Zölibatsversprechen ablegt, kann die Diakonenweihe bereits mit 25 Jahren empfangen. Auch Priesteramtskandidaten werden zunächst zum Diakon und dann zum Priester geweiht.

Bei von einem Diakon geleiteten liturgischen Feiern trägt der Diakon als Amtszeichen die Diakonenstola über dem Chorgewand oder der Albe. Die liturgische Kleidung des Diakons bei der Assistenz in der Eucharistiefeier ist die Dalmatik, die wie das priesterliche Messgewand über Albe und Stola getragen wird.