Dekret
über die Errichtung
des Pastoralverbundes
Hüttental-Freudenberg

Artikel 1

Nach Durchführung der erforderlichen Anhörungen wird entsprechend dem „Grundstatut für Pastoralverbünde im Erzbistum Paderborn“ vom 3. Juli 2000 (KA 2000, St. 7, Nr. 86; im folgenden kurz: Grundstatut) im Dekanat Siegen der Pastoralverbund Hüttental-Freudenberg errichtet.

Artikel 2

Der Pastoralverbund Hüttental-Freudenberg umfasst:

 

Pfarrei St. Marien Freudenberg
Pfarrei Heilig Kreuz Weidenau
Pfarrei St. Joseph Weidenau
Pfarrvikarie St. Marien Geisweid


Die Pfarreien und die Pfarrvikarie bleiben im bisherigen Umgang rechtlich selbständig. Bestehende Rechtsverhältnisse bleiben, sofern nicht in diesem Errichtungsdekret etwas anderes festgelegt ist, unberührt.

Eine neue Rechtsperson wird hierdurch nicht errichtet.

Artikel 3

Die Pfarrverbände Siegerland-Nord und Hüttental-Dreistiefenbach werden mit Wirkung vom 1.November 2002 aufgehoben.

Artikel 4

Sitz und Anschrift des Pastoralverbundes bestimmen sich nach dem Amssitz des Leiters des Verbundes (vgl. Art. 4 Abs. 2 Grundstatut).

Artikel 5

Der Leiter des Pastoralverbundes wird durch gesondertes Dekret ernannt (vgl. Art. 5 Abs. 1 Grundstatut).

Der Leiter ist gegenüber den weiteren im Verbund tätigen Priestern, Diakonen und Gemeindereferentinnen oder Gemeindereferenten weisungsbefugt. Art. 6 Abs. 2 Grundstatut bleibt unberührt.

Im Übrigen bestimmt sich die Rechtsstellung des Leiters nach dem Grundstatut in der jeweiligen Fassung.

Artikel 6

Die weiteren Inhaber seelsorglicher Leitungsämter in den Gemeinden des Verbundes haben, unbeschadet ihrer Rechtsstellung, im Pastoralverbund mitzuarbeiten.

Auch alle übrigen im Pastoralverbund tätigen Priester sowie Diakone und Gemeindereferentinnnen oder Gemeindereferenten werden im Rahmen des gesamten Pastoralverbundes eingesetzt. Ggf. sind bestehende Beauftragungen anzupassen.

Artikel 7

Gemäß Art. 5 Abs. 5 Grundstatut soll ein Koordinierungskreis gebildet werden. Hierbei sollen auch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter aus dem Bereich Caritas berücksichtigt werden.

Artikel 8

Die Pfarrgemeinderäte und die Kirchenvorstände werden nach geltendem Recht weiterhin auf der Ebene der einzelnen Gemeinden gebildet.

Entsprechend Art. 7 Abs. 1 Grundstatut sollen die Gremien eng zusammenarbeiten.

Den Vorsitz in den Kirchenvorständen der Kirchengemeinden des Pastoralverbundes führt der Inhaber des seelsorglichen Leitungsamtes in der jeweiligen Gemeinde (vgl. Art. 7 Abs. 2 Grundstatut).

Artikel 9

Ein gemeinsamer pastoraler Schwerpunkt im Pastoralverbund soll die Hochschulseelsorge sein.

Artikel 10

Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Grundstatuts in der jeweiligen Fassung.

Artikel 11

Die Errichtung gilt als vollzogen mit dem 1. November 2002
Paderborn, 19. September 2002

Der Diözesanadministrator
+ Hans-Josef Becker
Weihbischof

Az.: 111/A 24-20.30.71/1